Szeniale findet in 22 statt

Es ist gut, einmal einen Schritt beiseite zu treten, um den Blick für das eigene Tun und Handeln zu schärfen und womöglich zu richten. So haben wir es in den letzten Tagen gemacht, mit ausgiebiger Beratung und ebensolcher Emotionalität.

Es ist uns verständlicher Weise nicht leicht gefallen, nach der intensiven Zeit der Vorbereitung und Planung die Entscheidung zur Absage der diesjährigen Szeniale zu treffen. Aber sie ist richtig.

 

Wir wollen hier die Gründe dafür erläutern.

 

Die SZENIALE versteht sich als freier, öffentlicher Begegnungs- und Gestaltungsraum (von Kunst und Kultur), als Raum für Teilhabe, Austausch und Experiment, als Bühne sinnstiftender Nachbarschaften, als Beitrag zum Erleben von Kunst und Kultur als Wesensmerkmal gelingender Gesellschaft. Die (anhaltenden) pandemischen Umstände und die daraus resultierenden Bedingungen und Schutzverordnungen – selbst im Hinblick auf vermeintliche Lockerung und Impfzahlen – bieten nichtsdestoweniger Anlass genug, zu prüfen, ob die Idee und die Anliegen der Szeniale sich in einem solchen Durchführungsszenario wiederfinden, bzw. sichtbar gemacht werden können.

 

Unsere Antwort heißt letztendlich nein, denn die Szeniale ist mehr als die Aneinanderreihung einzelner Veranstaltungen.

Die Szeniale ist Kunst und Kultur aus der freien Szene für alle, bespielt den öffentlichen Raum und macht Räume öffentlich.

Die pandemiebedingten Beschränkungen schaffen eine Präsentationsform, die zu wenig Raum für Interaktion, Teilhabe

und Anregung zum spontanen Mittun lässt.

 

Deshalb bauen wir jetzt darauf, im Sommer 2022 die Szeniale so zur Durchführung bringen zu können,

dass sie einem Festival der freien Künste und den damit verbundenen Vorstellungen entspricht. 
Damit Szeniale auch Szeniale bleibt.

Wir freuen uns sehr, dass wir schon jetzt, unmittelbar nach dieser doch eher traurigen Bekanntmachung, viele Rückmeldungen – gerade auch aus dem Kreis der Künstler*innen –  bekommen haben, die uns positiv bestätigen und ermutigen. Dafür herzlichen Dank.